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19.02.2010:
EU-Legebatterienverbot: Polen will Verlängerung der Frist - VIER PFOTEN warnt davor
Hamburg (ots) - Die polnische Regierung will bei der nächsten
Sitzung der EU-Agrarminister eine Verschiebung der Frist des
Legebatterienverbots beantragen. Nach der aktuellen Rechtslage darf
es bis 2012 in keinem EU-Land mehr konventionelle Käfigbatterien
geben. Polen will eine Verlängerung dieser Frist bis 2017. Johanna
Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN ist entsetzt: "Die
einzelnen Länder haben bereits seit bis zu zwölf Jahren Zeit, auf
Boden- oder Freilandhaltung umzustellen - das Verbot kommt also auch
für Polen nicht überraschend. Polen sieht wohl bessere Exportchancen:
Wenn die Eier in anderen Ländern teurer werden, könnte Polen seine
Käfigeier wunderbar exportieren. Das ist billige und unethische
Geldgier auf dem Rücken der gequälten Tiere."
Stadler betont: "Nun heißt es, sämtliche verantwortlichen
EU-Agrarminister zu bitten, bei der kommenden Konferenz stark zu
bleiben - im Namen der Legehennen." Eine Verschiebung der Frist würde
auch einigen polnischen Bauern selbst schaden, und zwar denen, die
bereits in eine Umstellung auf Boden- oder Freilandhaltung investiert
haben.
Die EU-Regelung besagt übrigens lediglich, dass konventionelle
Käfige verboten werden, so genannte ausgestaltete sollen weiterhin
erlaubt sein - somit bleibt das Tierleid in einer anderen Form
weiterhin bestehen. Johanna Stadler erklärt: "Die Produzenten sollen
nicht für teures Geld auf eine andere Käfigform umrüsten, wenn sie
gleich auf Boden- oder Freilandhaltung umsteigen können." VIER PFOTEN
fordert eine kategorische Ablehnung des polnischen Antrags auf
Fristverlängerung. Das Argument, die Frist sei für die
Eier-Produzenten nicht mehr einhaltbar, ist inakzeptabel: Viele
Länder - unter ihnen auch Österreich - haben den Umstieg bereits
geschafft.
Originaltext: Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz
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Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Susanne Groth
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Tel: 040 - 399 249 - 40
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Quelle: news aktuell
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