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13.07.2009:
Rheinische Post: Deutsche und Polen Kommentar Von Godehard Uhlemann
Düsseldorf (ots) - Die erste Reise von Bundespräsident Horst
Köhler ins Ausland nach seiner Wiederwahl ins höchste Staatsamt führt
ihn zum östlichen Nachbarn Polen. Das ist gut so und unterstreicht
den Stellenwert, den Deutschland dem Nachbarn beimisst. Das
deutsch-polnische Verhältnis war in den vergangenen Jahren arg
belastet durch die Auseinandersetzungen über die deutsche Stiftung
"Flucht, Vertreibung, Versöhnung". Der Streit muss endlich ein Ende
haben, denn er verbaut gemeinsame Zukunft in einem sich immer weiter
vernetzenden Europa. Es geht nicht um das Vergessen einer dunklen
Zeit, sondern um den Freiraum für die Projekte einer jüngeren
Generation. Kein ernstzunehmender Mensch in Deutschland will die
Geschichte rund um den Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen
umschreiben, kein ernstzunehmender Mensch in Polen sollte das den
Deutschen unterstellen. Wer das tut, der hat die Herausforderungen
der Gegenwart nicht begriffen. Köhlers Polen-Besuch hat Bedeutung.
Auch seine erste Amtszeit hatte der Bundespräsident mit einer Visite
Polens begonnen. Der Beitrag unserer Nachbarn zur Befreiung Europas
vom Kommunismus und damit zur Wiedervereinigung Deutschlands ist
unvergessen. Das sollte die Polen stolz machen.
Originaltext: Rheinische Post
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Quelle: news aktuell
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